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Brief an St. Anna Kinderspital

St. Anna Kinderspital
z. H. Herrn
Prof. Dr. Georg Mann
Kinderspitalgasse 6
1090 Wien

Wien, am 16. Dezember 2010

Sehr geehrter Herr Professor,

Beginnend vom 29. Mai 2009 haben wir an Ihre Klinik als Antwort auf Ihren Spendenaufruf Angebote geschickt, die alle unbeantwortet geblieben sind. Nicht nur wir, sondern auch viele Eltern von kranken Kindern, welche unsere Briefe von 29.5.2009, 8.7.2010, 4.11.2010, 18.11.2010, 2.12.2010 im Internet gelesen haben, würden Ihnen sehr dankbar für Ihre Antwort sein.

Aus Ihrem Weihnachtsaktionsspendenaufruf haben wir erfahren, dass „jährlich rund 250 Kinder und jugendliche an Krebs erkranken“. Leider können 20% der in Ihrem Krankenhaus behandelten Kinder nicht gerettet werden. Sie werden als austherapiert nach Hause geschickt. Das heißt, dass seit unserem ersten Angebot an Sie etwa 80 krebskranke Kinder gestorben sind. Wenn man die Daten aus der Publikation von Dr. Aschhoff nimmt (Beilage 1), wurde mit der Ukrain-Therapie bei den Tumoren des Kinderalters die volle Remission in mehr als der Hälfte der austherapierten Fälle erreicht: 4 von 7 bei Ewing-Sarkomen und 3 von 5 bei Neuroblastomen. Wir haben Ihnen auch über positive Ergebnisse der Behandlung von austherapierten Patienten mit anderen unheilbaren Erkrankungen berichtet.

Die Wirksamkeit von Ukrain wurde von mehr als 280 Wissenschaftlern auf der ganzen Welt bestätigt. Im PubMed sind mehr als 150 Publikationen über Ukrain abrufbar. Die Unbedenklichkeit wurde u.a. im renommierten Österreichischen Forschungszentrum Seibersdorf (jetzt Abteilung vom Austrian Institute of Technology) bewiesen.

Die Wahrnehmung der Tatsache, dass einigen von diesen Kindern mit Ukrain geholfen werden könnte, zwingt mich, auch wenn es bis jetzt keine Antwort von Ihnen gibt, wieder einmal Ihre Zeit in Anspruch zu nehmen.

Wir verstehen sehr gut, dass Sie sehr wenig Zeit haben, aber die kranken Kinder können nicht warten.

Wir wiederholen deshalb zum sechsten Mal unser Angebot, für die Behandlung von 11 Kindern, welche aus Ihrem Spital als austherapiert nach Hause geschickt worden sind, das Präparat Ukrain kostenlos zur Verfügung zu stellen, um den Versuch zu ermöglichen, ihr Leben zu retten.

Von unserer Erfahrung ausgehend, sind wir ziemlich sicher, dass es gelingen würde, einem Teil von Kindern das Leben zu retten und einem anderen Teil das Leben zu verlängern und die Lebensqualität zu verbessern.

Jedes Kind ist für seine Familie einzigartig und es gibt kein größeres Glück für die Familie, als das Kind zu retten.

Da die Behandlung mit meinem Präparat für die Kinder keine Belastung darstellt, ist diese Hilfeleistung umso mehr berechtigt. Wie oben erwähnt, ist Ukrain bewiesenermaßen wirksam gegen Krebs und gleichzeitig nebenwirkungsarm. Wie Sie aus vorherigen Briefen wissen, hat es auch anderen kleinen, aus Ihrem Spital als austherapiert nach Hause geschickten Patienten nicht nur geholfen, sondern auch ihr Leben gerettet. Das soll eine Vertrauensbrücke zum Präparat Ukrain sein.

Offiziell liegen keine Hindernisse zur Therapie mit Ukrain vor, da der Arzneimittelbeirat noch am 23. Juni 1993 die klinische Anwendung von Ukrain auch nach §42 AMG genehmigt hat. Bei dieser Art von klinischer Prüfung außerhalb von Krankenanstalten sollen verschiedene onkologische Erkrankungen, wie sie in der normalen Praxis von Stadt- und Landärzten vorkommen, mit Ukrain behandelt werden (Beilage 2).

Die kostbare Zeit vergeht und somit gehen auch letzten Heilungschancen für jedes nach Hause geschickte Kind verloren. Darum werden Sie unsere Aufdringlichkeit verstehen.

Da die Öffentlichkeit ein Recht hat, darüber informiert zu werden, erlaube ich mir, auch meinen heutigen Brief sowie endlich Ihre geschätzte Antwort im Internet zu veröffentlichen.

 

Mit freundlichen Grüssen,

Dr. W. Nowicky

2 Beilagen

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2010-12-16-brief-an-stanna-kinderspital.pdf106.23 KB