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Brief an Herrn Bundesminister für Gesundheit

Herrn
Bundesminister Alois Stöger
c/o Bundesministerium für
Gesundheit
Radetzkystraße 2
1030 Wien

                                                                                         Wien, 17. Juli 2009

Sehr geehrter Herr Bundesminister,

mein Antrag auf Zulassung für ein Krebsmittel für die Behandlung von austherapierten Patienten vom 28. Juni 1976, den ich bei der zuständigen österreichischen Behörde gestellt habe, ist bis heute nicht erledigt.

Der Verwaltungsgerichtshof hat festgestellt, dass bei der Bearbeitung meines Antrags das Gesundheitsministerium Rechtswidrigkeit infolge Verletzung von Verfahrensvorschriften begangen hat (Beilage 1).

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Republik Österreich  diesbezüglich  am  24.2.2005  (Zl. 34983/02)  verurteilt (Beilage 2).

Seit mehr als 20 Jahren bin ich Unternehmer in Österreich und sehe mich derzeit durch eine willkürliche staatliche Maßnahme an der Ausübung meiner geschäftlichen Tätigkeit stark gehindert und diskreditiert. Bitte prüfen Sie mein Anliegen.

Anlässlich meiner geplanten Reise mit der Wirtschaftkammer unter Führung von Präsident Dr. Leitl in Begleitung von Bundespräsident Dr. Fischer in die Ukraine, sah sich die WKO auf Grund einer Forderung von Herrn DDr. Alexander Hönel gezwungen, mir am 24.6.09 mitzuteilen, dass man mich nicht mehr bei der Vermarktung meines Medikaments unterstützen könne (Beilage 3). Und dies, obwohl Ukrain in der Ukraine bereits zum dritten Mal die Registrierung erhalten hat! (Beilage 4). Weiters wurden meine Anmeldungen für die Teilnahme an österreichischen Ausstellungen storniert (Beilage 5). Die Begründung lautete, dass ein Verwaltungsstrafverfahren anhängig sei.

Dies ist ein offenes Verfahren! Mein Rechtsanwalt Dr. Hauer von Schönherr Rechtsanwälten, Wien, ist der Auffassung, dass dies eine Vorverurteilung darstellt, die nach unserem Recht ausgeschlossen ist (Beilage 6). Seitens Beamter des österreichischen Gesundheits-ministeriums wird seit meiner Antragstellung, statt denselben nach der Gesetzlage zu erledigen, eine ständige Verhinderungstaktik betrieben, so z.B.

verhindert man die Herstellung von Ukrain,
fordert bei an Krebs erkrankten Patienten Doppelblindstudien mit Placebo,
verbietet den Verkauf von Ukrain in Apotheken,
verweigert die Ausstellung einer Einfuhrbewilligung,
bedroht Ärzte, die Ukrain gemäß § 12 AMG verschreiben mit Disziplinarverfahren und Strafanzeige
desinformiert bei Anfragen ausländischer Interessenten
usw. – genauere Angaben können Sie der Beilage 7 „Fakten“ entnehmen.

Ich bin sicher, dass dies nicht im Interesse der österreichischen Bürger sowie auch nicht im Interesse der österreichischen Wirtschaft liegt. Also muss man sich fragen, welche Ziele hier verfolgt werden und wer dahinter steht.

Mehr als 18.000 Leute sterben in Österreich pro Jahr an Krebs (laut Statistik Austria). Bei Verabreichung von Chemotherapie, deren toxische Wirkung alle behandelten Patienten in Kauf nehmen müssen, können nur 18 % davon etwas profitieren (Beilage 8). Ukrain hat in therapeutischer Dosis minimale Nebenwirkungen (Beilage 9), es ist nur gegen Krebszellen toxisch aber nicht gegen gesunde Zellen, was von zahlreichen Forschungsinstituten und Universitäten bewiesen wurde (Beilage 10). Erste mit Ukrain als Monotherapie behandelte Patienten leben mehr als 25 Jahre ohne Rezidiv.

Ich wäre Ihnen daher äußerst zu Dank verbunden, wenn Sie im Namen der Krebspatienten veranlassen wollten, dass mein Antrag von 1976 endlich erledigt wird und Ukrain die Zulassung erhält, um dadurch allen Betroffenen das Mittel zugänglich zu machen. Auch wäre es mir ein Anliegen, wenn Sie mir bei der Aufklärung behilflich zu sein wollten, wer tatsächlich hinter diesem Ukrain Boykott steht.

Da die oben angeführten Umstände mittlerweile auch im öffentlichen Interesse liegen, werde ich mir erlauben, mein heutiges Schreiben sowie auch Ihre Antwort im Internet zu veröffentlichen, da die Bürger ein Recht auf diese Information haben.

 

Freundliche Grüße
Dr. Wassil Nowicky

 

arrow Original des Briefes inkl. Beilagen finden Sie hier