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Zeugenvernehmung Wolfgang Stasny 30.11.2012 GZ 2.699 606/1-II/BK31

Dr. Wassil Nowicky NOWICKY PHARMA Margaretenstrasse 7 A. 1040 Wien

An Sta Dr. Thomas Haslwanter WKSTA

Dampfschiffstraße4, 1030 Wien                                                                11. 03. 2013

Betrifft: Verfahren GZ 2 699606/l-ll/BK/31o55 Zeugenaussage Wolfgang Stasny Beweisantrag 3 Beilagen

Sehr geehrter Herr Staatsanwalt

Ich beziehe mich auf mein Schreiben vom 28.02.2013 und lege ein Gedächtnisprotokoll über meine Einvernahme vom 09.10.2012 vor.

Ferner übermittle ich eine Kopie des Protokolls der Zeugeneinvernahme des Herrn Wolfgang Stasny vom 20.11.2012.

Darin deponiert Herr Stasny auf S.4, 2-Absatz: Dazu möchte ich angeben, dass ihr das Ukrain mit Sicherheit nicht geholfen hat. Meine Frau ist am 04.November 2010 im Alter von 33Jahren verstorben.

Es fällt auf, dass diese Aussage unvermittelt kommt und in keinem Kontext zum vorhergehenden Text steht.

Wesentlich ist jedoch , dass mir Herr Stasny am 10.09.2009 einen Brief geschrieben hat, in dem er darauf hinweist, dass mehrere Ärzte in Aussicht gestellt hätten, dass seine Frau ihren 30. Geburtstag nicht mehr erleben werde, jedoch sie Dank meiner Unterstützung und dem Einsatz meines Mittels noch heute (am 10.09.2009) lebt.

Frau Anita Stasny starb mit 33 Jahren, lebte also mittels Ukrain 3 Jahre länger als prognostiziert. Dabei ist aber wesentlich, dass Frau Stasny, als es ihr besser ging, Überredet worden ist, Ukrain abzusetzen und ihr eine Chemotherapie empfohlen worden ist, wobei sie nach nur wenigen Wochen ganz offensichtlich wegen dieser Therapie verstorben ist.

Darüber findet sich natürlich nichts im Einvernahmeprotokoll des Herrn Stasny.. Und selbstverständlich war auch offenbar niemand dafür verantwortlich bzw. wurde zur Verantwortung gezogen, dass, nachdem UKRAIN positiv gewirkt hatte, Frau Anita Stasny die Unterbrechung der Behandlung mit Ukrain nahegelegt worden und sie offenbar daran verstorben

Der Zeuge bestätigt, dass er bzw seine Frau für Ukrain nichts bezahlen musste und ich sogar die Kosten der KlinikPro Leben gedeckt habe. Und bei diesem Sachverhalt schließt sich der Zeuge gar dem Strafverfahren als PB an Welchen Schaden soll er erlitten haben?

Ich ersuche um Veranlassung, dass der Zeuge vollständig unter Vorhalt seines Schreibens vom 10.09.2009 zum Sachverhalt, insbesondere auch zur Unterbrechung der Verabreichung von Ukrain und zur Aufnahme der Chemotherapie befragt werde. Ferner wolle der Zeuge zu den Umständen der Einvernahme, und wie er zu der seinem Schreiben vom 10.09.2009 widerstreitenden Behauptung, „ dass ihr das Ukrain mit Sicherheit (!) nicht geholfen hat, " komme, nochmals einvernommen werden.

 

Dies erscheint auch deshalb notwendig, weil beim gegebenen Sachverhalt der Verdacht der falschen Zeugenaussage und Verleumdung in Bezug auf diesen Zeugen gegeben ist, wogegen ich jedoch eingedenk des Schreibens vom 10- 09.2009, der tatsächlichen Umstände des Todes von Frau Stasny und nicht zuletzt wegen der mir widerfahrenen Verhörmethoden Zweifel habe.

Dr.Wassil Nowicky


Obermeisimg am 10. 09. 2009

Sehr geehrter Herr Dr. Wassil Nowicky

Ich möchte Ihnen hiermit mitteilen das meine Frau nun bereits 5 Monate Ukrain verwendet. Für mich und meine Familie ist es beinahe ein Wunder das Sie noch bei uns ist. Mehrere Ärzte haben ihr bereits vor der Einnahme von Ukrain in Aussicht gestellt das Sie Ihren dreißigsten Geburtstag nicht mehr erleben wird. Dank Ihrer Unterstützung und dem Einsatz Ihres Mittels lebt Sie heute noch!

Sie kämpft um jeden Tag den Sie bei Ihrer Familie verbringen kann und wir sind voller Hoffnung das Sie wieder ganz gesund wird.

Leider gibt es auf normalen medizinischen Wege keine Möglichkeit mehr die in Ihrem Fall eine Heilung bringen würden. Es wurde Ihr nur mehr angeboten das Sie sich bestrahlen lassen kann. Im gleichen Zuge wurde uns aber erklärt das Knochenmetastasen als unheilbar gelten.

Ich möchte mich an dieser Stelle auf das aller herzlichste bei Ihnen Bedanken im Namen meiner Frau und der ganzen Familie für die großzügige Unterstützung.

Hochachtungsvoll

Wolfgang Stasny



BUNDESMINISTERIUM FÜR INNERES

BUNDESKRIMINALAMT

GZ: 2.699 606/1-П/ВК31                                                                            Langenlois, am 20.11.2012

Manuela Steinwendtner, Kl BM.I-BK ABT. 3.3.2

1090 WIEN, JOSEF- HOLAUBEK- PLATZ 1 UP-CODE: U001100 MOBIL: 0664 614 38 93 Manuela. Steinwendtner@BMI.GV.AT

Zeugenvernehmung

Betreff: Nowicky Pharma - Verdacht des schweren Betruges

Ort der Vernehmung:

PI Langenlois

Boginn dor Vornehmuny:

 

Leiter/in der Amtshandlung/Vernehmung:

Steinwendtner, Kontrlnsp

Sprache:

Deutsch

Dolmetsch erforderlich:

Nein

Sonst, anwesende Personen:

 

 

 

 

Person gibt über die persönlichen Verhältnisse an:

і Status:

Zeuge

I Familienname/n:

STASNY

; Familienname/n z.Zt.d. Geburt:

 

I Geschlecht:

männl.

I Vorname/n:

Wolfgang

I Akad. Grad/Titel:

 

і Tag, Monat, Jahr der Geburt:

 

Ort. Bezirk. Land der Geburt:

 

Staat:

 

Staatsangehörigkeit:

 

id Straße, Hausnr., Stiege, Tür:

 

I 1 Postleitzahl, Ort, Bezirk:

 

: 1 :Staat:

 

Telefonnummer/n:

 

eMail-Adresse/n:

 

Beruf / Erwerbstätigkeit/en:

 

Verhältnis z. Beschuldigten:

 

 
 

 

Belehrungen / Hinweise / Erklärungen:

 

Nach erfolgten Belehrungen gebe ich folgendes freiwillig an:

Mir wurde zum Sachverhalt mitgeteilt, dass durch das ,BK Ermittlungen zur Fa. Nowicky Pharma und deren Präparat „Ukrain" geführt werden. Dabei wurde im Zuge von Erhebungen, Zeugenaussagen oder Telefonüberwachungen bekannt, dass ich oder ein Angehöriger von mir, das Präparat bezogen habe.

Frage:                    Ist Ihnen die Fa. Nowicky Pharma bzw. das Präparat „Ukrain" bekannt?

Antwort:        Ja meine verstorbene Gattin Anita Stasny wurde damit behandelt.

Frage:                    Wie kam es dazu, dass Ihr Angehöriger mit Ukrain behandelt wurde?

Antwort:           Bei meiner Frau wurde 2007/2008 Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatsämtliche schulmedizinische Behandlungen und Operation ausgeschöpft. Nachdem unser Fall im ATV Sender, Format „Katrin hilft", eine Sendung in welcher Familien in Not geholfen wurde, ausgestrahlt wurde, hat sich die Fa. Nowicky Pharma mit uns in Verbindung gesetzt. In dem Sender wurde gezeigt, dass Anita schwer krebskrank war, wir 4 Kinder haben und finanzielle Probleme auch wegen des Hausbaus hatten. Der Erstkontakt mit Nowicky Pharma entstand durch KAROLY Stefan, welcher sich bei uns von sich aus meldete.

Ich bin mit Anita, nachdem diese bereits als austherapiert gegolten hat, nach Wien zu Dr. Nowicky gefahren.

Das Erstgespräch fand in der Firma Nowicky Pharma in seinem Büro statt. Es war so, dass Dr. Nowicky die Befunde meiner Frau kurz überflogen hat.

Danach wurde uns Ukrain angeboten und haben wir alle gemeinsam, damit meine ich, Anita, mich, Karoly Stefan und Dr. Nowicky selbst, 1 Ampulle Ukrain oral eingenommen.

Anita war Meinung dass sie etwas verspürt. Zuvor ist hat Dr. Nowicky aber gesagt, dass, wenn es ihr Ukrain helfen kann, sie etwas verspüren wird, wie zum Beispiel ein Wärmegefühl und dergleichen. Ich selbst habe nichts verspürt.

Dr. Nowicky meinte dazu, dass er sehr zuversichtlich ist, dass Anita wieder ganz gesund wird. Er hat ihr auf jeden Fall Hoffnung auf Heilung gemacht. Dr. Nowicky gab uns soweit ich mich erinnern kann, etwa 4 Packungen mit Jeweils 10 Ampullen Ukrain mit. Außerdem stellte er den Kontakt zu Dr. T  her. In weiterer Folge sind wir zu Dr. T gefahren und hat dieser meiner Frau Ukrain intravenös und zusätzlich auch eine Ozontherapie verabreicht.

Letztlich hat Anita in der Zeit von 2008 bis 2009, durchschnittlich zwischen 4 und 8 Ampullen Ukrain bekommen.

Es war so dass sie von Dr. T 4 Ampullen in Woche bekommen hat. Zu Hause hat sie selbst etwa 2 Ampullen täglich eingenommen. In dieser Zeit war Anita 3 Wochen in der Pro Leben Klinik in Igls. Sie wurde von Dr. Nowicky dorthin verwiesen.

Während ihres Aufenthaltes in der Pro Leben Klinik hat sie 8 Ampulle täglich verabreicht bekommen.

Dazu möchte ich angeben, dass ihr das Ukrain mit Sicherheit nicht geholfen hat. Meine Frau ist am 04. November 2010 im Alter von 33 Jahren verstorben.

Frage:                   Waren Sie bei einer Behandlung/Beratung mit Ukrain anwesend?

Antwort:            Wie bereits angeführt habe ich meine Frau zu Dr. Nowicky begleitet, während ihrer Behandlung war ich nicht im selben Raum anwesend. Ihr wurde von einem vermutlich russ. Arzt Ukrain intravenös verabreicht. Wenn mir dazu ein Lichtbild von Dr. H Juri vorgelegt wird, so erkenne ich die von mir als russischen Arzt bezeichnete Person wieder. Dr. H hat meiner Frau Ukrain intravenös gespritzt.

Frage:                   Ist Ihnen die fachliche Ausbildung von Dr. Nowicky bekannt?

Antwort:            Ja er hat uns von Anfang an gesagt, dass er Chemiker und kein Arzt ist.

Frage:                   Wurde seitens Dr. NOWICKY von einer schulmedizinischen Behandlung abgeraten?

Antwort: Nein das hat er nicht. Im Gegenteil er hat immer betont, dass Anita diese Behandlungen weiterführen soll.

Frage:                   Wie und welche Mengen haben Sie oder Ihr Angehöriger während der Behandlung

mit Ukrain konsumiert und wie wurde es verabreicht?

Antwort:            Meine Frau wurde ca. 1 Jahr lang mit Ukrain behandelt. Sie hat täglich

Zwischen 4 und 8 Ampulle eingenommen. Von Dr. T oder Dr. H wurde ihr das Ukrain intravenös verabreicht. Zu Hause hat sie es anal ein­genommen. In der Pro Leben Klinik wurde es ihr intravenös verabreicht.

Frage:                   Wer hat das Ukrain verschrieben und von wem bzw. woher wurde das Ukrain

bezogen?

Antwort:            Soweit ich mich erinnern kann, hat Dr. T das Rezept ausgestellt. Bezogen haben wir es von Dr. Nowicky direkt.

Frage:                   Welche Kosten sind Ihnen oder Ihren Angehörigen durch den Ankauf von Ukrain entstanden?

Antwort:          Keine. Dr. Nowicky hat uns das Ukrain kostenlos zur Verfügung gestellt.

Außerdem wurde der Aufenthalt in der Pro Leben Klinik gedeckt. Wie genau diese Kosten abgedeckt wurden, weiß ich nicht.

Frage:                    Warum glauben sie, dass sie für das Ukrain nichts bezahlen mussten?

Antwort:            Ich glaube dass uns Dr. Nowicky für die Medien als Aushängeschild verwenden wollte.

Frage:              Es wurde bei ihnen zu Hause ein Film mit ihrer Frau, ihnen und ihren

Kindern gedreht. Wie ist es dazu gekommen. Antwort: Soweit ich mich erinnern kann, kam es zu keinen Aufnahmen mit unseren Kindern. Wenn mir dazu ein Film vorgespielt wird indem Anita, die Kinder und ich im Haus gefilmt wurden, dann glaube ich dass es sich dabei nicht um die Aufnahmen handelt die das ukrainische Team gedreht hat. Damals wurden nur Aufnahmen von Anita und mir in unserem Garten gemacht. Ich nehme, dass es sich dabei um Filmmaterial von der Sendung „Katrin hilft" handelt.

Ich bin der Meinung, dass Anita damals im Zuge der Filmaufnahmen von Dr. Nowicky zu Aussagen genötigt wurde, die sie gar nicht tätigen wollte. Ich glaube, dass er von ihr verlangt hat, dass sie sagt, dass sie sich bereits in Heilung befindet. Das hat aber nie zugetroffen.

Frage:                    War ihnen bekannt was mit diesen Filmaufnahmen passieren sollte?

Antwort:            Dr. Nowicky sagte, dass diese Aufnahmen nur in der Ukraine und nicht im europäischen Raum ausgestrahlt werden wird.

Frage:                    War Ihnen oder Ihrem Angehörigen bekannt, dass es sich bei Ukrain um kein in Österreich und in der EU zugelassenes Arzneimittel handelt?

Antwort:           Ja das war uns bekannt.

Frage:                    Wurde Ihnen oder Ihrem Angehörigen Versprechungen hinsichtlich einer Heilung gemacht?

Antwort:          Ja diese Versprechungen wurden uns von Dr. Nowicky definitiv gemacht. Er war der Meinung dass die Erkrankung meiner Frau mittels Ukrain heilbar ist.

Frage:                    Sind Ihnen weitere Personen bekannt die mit Ukrain behandelt wurden oder werden?

Antwort:            Ja ich hatte Kontakt mit einem Stefan der mittlerweile auch verstorben ist. Er arbeitete in der Raiffeisenbank in Langenlois.

Ich schließe mich dem Strafverfahren als Privatbeteiligter an.

vernehmende Exekutivbeamte: Manuela Steinwendtner, Kontrlnsp.

 

 


 

Dipl.-Ing. Dr. Wassil Nowicky Margaretenstraße 7 1040 Wien Österreich

Erinnerungsprotokoll zum 09.10.2012

Nachdem ich das Zeugenvernehmungsprotokoll von Herrn Wolfgang STASNY durchlas war ich verwundert und empört.

Am 20.11.2012 gibt er in Protokoll GZ: 2.699 606/1-II/BK31 auf Seite 6 Absatz 2 an:

„Dazu möchte ich angeben, dass ihr das UKRAIN mit Sicherheit nicht geholfen hat. Meine Frau ist am 04 November 2012 im Alter von 33 Jahren verstorben.

Ich war schockiert, wie konnte man Herrn STANY zu einer derartigen Aussage bringen.

Am 10.09.2009 verfasste er persönlich einen unterfertigten Brief mit folgendem Inhalt an mich: „Mehrere Ärzte haben ihr bereits vor der Einnahme von Ukrain in Aussicht gestellt das sie ihren dreißigsten Geburtstag nicht mehr erleben wird. Dank Ihrer Unterstützung und dem Einsatz Ihres Mittels lebt sie heute noch."

Weiters schreibt er: „Ich möchte hiermitmitteilen das meine Frau nun bereits5 Monate Ukrain verwendet. Für mich und meine Familie ist es beinahe ein Wunder das sie heute noch bei uns ist. ... Leider gibt es auf normalen medizinschen Wegen keine Möglichkeit mehr die in ihrem Fall eine Heilung bringen würden ... Im gleichen Zuge wurde uns aber erklärt das Knochenmetastasen als unheilbar gelten."

Ich war ratlos. Als einzig mögliche Erklärung fiel mir die Verhörmethode ein, welche ich in meiner Vernehmung am 09.10.2012 um 09:45 als Beschuldigter (GZ: 2699 606/1-1 l/BK), geleitet von Gernot Leingruber und Kontrlnsp. Kreulitsch erlebt hatte.

Die Personen welche mich vernahmen waren mit einigen Antworten unzufrieden woraufhin Diskussionen begannen. Da ich jedoch darauf beharrte und keine wahrheitswidrige Aussage machen wollte wurde der Protokollführer sehr ausfällig. Er sprang auf und schrie um sich. Ich verstand teilweise nicht genau was er sagte, er verwendete Jargon-Wörter die mir nicht bekannt waren. Ich fragte meinen russisch sprechenden Übersetzer, der mir mitteilte: „Er erwähnte dass er bedauere seine Dienstwaffe nicht bei sich zu haben".

Ich war über seine Aussagen schockiert. Wenn alle Zeugen unter solchen Bedingungen befragt wurden, könnte ich mir die wahrheitswidrigen Aussagen erklären welche ich bis heute lesen konnte. Wie zum Beispiel der oben angeführte Widerspruch in der Aussage und dem persönlichen Brief von Herrn Wolfgang STASNY

Dipl.-Ing.Dr. Wassil Nowicky

Wien am 09.03.2013

 

 

Berichtigung

Frau Stasny,ist am 24.7.1979 geboren und am 4.11.2010 verstorben.

Somit war sie zum Zeitpunkt ihres Todes 31 Jahre alt.