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Korrespondenz mit St. Anna Kinderspital

Antwort von St. Anna Kinderspital

Wien, 29.7.2009/AE

Sehr geehrter Herr Dr.Nowicky!

Verspätet aber dennoch möchte ich Ihre Schreiben vom 29.5. und 23.7. wie folgt beantworten: Es ist und bleibt für mich ein Problem zu verstehen, warum Ihr Medikament Ukrain noch immer nicht den Weg gefunden hat, in die Liste der "Orphan Drugs" aufgenommen zu werden und somit eine regelrechte Phase II und Phase III Studie zu durchlaufen. Wir haben bereits vor vielen Jahren Ihr Medikament als letzten Ausweg eingesetzt, haben jedoch keine Möglichkeit gesehen, Ukrain primär einzusetzen, da wir seit 30 Jahren in prospektive Behandlungsoptimierungsstudien eingebunden sind, die auf Medikamenten aufbauen, die bereits lange Zeit erfolgreich eingesetzt wurden, oder eben als neuartige Medikamente eingeschleust werden. Auf diese Art und Weise,WÜfde man zu einem Ergebnis gelangen, woraus abgeleitet werden kann, ob es sich um ein wirksames Präparat handelt, das man dann auch in der Front Line Therapie mit gutem Gewissen einsetzen kann.

Ihre Anregung, man sollte Ukrain so schnell wie möglich überprüfen, wäre auch für mich eine Option gewesen, wenn uns nicht die EU-Regularien solche Aktivitäten verbieten würden. Wir sind heutzutage sehr in Kontrollverfahren eingeschlossen und können Medikamente nur als Heilversuche einsetzen, wo natürlich auch wiederum neuartige, bereits bei Erwachsenen zugelassene Medikamente zur Prüfung herangezogen werden.
Hinzu kommt noch, dass ich am Ende meiner aktiven Karrierelaufbahn angelangt bin und mich demnächst aus dem Berufsleben zurückziehen werde. Somit werden Sie auch verstehen, dass es für mich persönlich nicht mehr möglich ist, hier aktiv zu werden.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis und freundlichen Grüßen
Univ. Prof. Dr. Helmut Gadner

Brief an St. Anna Kinderspital

Herrn
Ärztlichem Direktor
Univ.-Prof. Dr. Helmut Gadner
St. Anna Kinderspital
Kinderspitalgasse 6
1090 Wien

Wien, 23.7.2009

Sehr geehrter Herr Professor,

 

leider haben wir auf unser Schreiben vom 29.5.09 bis heute keine Antwort von Ihnen erhalten.

Wir gestatten uns deshalb, Ihnen diesen Brief in der Beilage nochmals zuzusenden.
Damit Sie ihn auch tatsächlich bekommen, schicken wir Ihnen denselben mit Erhaltsbestätigung.

Wir haben unser Schreiben im Internet veröffentlicht. Täglich rufen hunderte Leute unsere Seite auf und warten auf Ihre geschätzte Antwort.

 

Freundliche Grüße
Dr. Wassil Nowicky

Brief vom 29.5.09
1 Broschüre

Brief an St. Anna Kinderspital

Herrn
Ärztlichem Direktor
Univ.-Prof. Dr. Helmut Gadner
St. Anna Kinderspital
Kinderspitalgasse 6
1090 Wien

Wien, 29.5.2009

Sehr geehrter Herr Professor,

aus den Medien habe ich von der Erweiterung des Forschungslabors in Ihrem Spital erfahren und freue mich, dass Sie in Zukunft versuchen wollen, den krebskranken Kindern noch besser zu helfen.

In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf die Webseite www.ukrain.ua aufmerksam machen. Mit dem Medikament Ukrain konnte bereits vielen Kindern geholfen werden. Auch in Ihrem Hause wurden 1983 Therapieerfolge eines an Ewing Sarkom erkrankten, 9-jährigen, polnischen Mädchens röntgenologisch dokumentiert und volle Remission festgestellt. Auch die Kinder Stefan Dan und Marianna Katic wurden in Ihrem Hause diagnostiziert und behandelt. Beide Kinder wurden als austherapiert nach Hause geschickt. Nachdem sie jedoch mit Ukrain bahandelt wurden, leben sie bis heute (siehe Beilagen).

In Deutschland hat Dr. Burkhard Aschhoff ein an Ewing Sarkom erkranktes Kind behandelt, mit so gutem Erfolg, dass darüber auch im Fernsehen berichtet wurde. Die damalige 10-hährige Patientin lebt bis heute und ist 20 Jahre alt. Dr. Aschhoff erzeilte auch in anderen Fällen sehr gute Resultate - 57% volle Remission, 43% partielle Remission. Alle diese Fälle wurden in der Fachliteratur beschrieben (siehe Beilage).

Trotz der klar auf der Hand liegenden guten Ergebnisse wurde in Österreich leider kein einziges Kind mit einer derartigen Diagnose mit Ukrain behandelt. Seit diesem Zeitpunkt sind in Österreich etwa 500 Kinder an Ewing-Sarkom erkrankt. Die Patienten haben dabei eine durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate von etwa 50%. Das bedeutet, dass etwa 250 von diesen Kindern leider gestorben sind.

Es liegt doch wirklich im Sinne der Patienten, wenn Sie das Potential des Präparates Ukrain so schnell wie möglich überprüfen wollten und dabei feststellen, inwieweit Sie mit diesem Präparat den an Krebs erkrankten Kindern helfen könnten. Ukrain ist sicher und unbedenklich in Anwendung, was in mehreren – auch in Österreich vom Österreichischen Forschungszentrum Seibersdorf – durchgeführten Studien in vitro und in vivo bestätigt wurde.

Da die angesprochene Problematik nicht nur eine nationale, sondern eine internationale Angelegenheit ist, werde ich mir erlauben, diesen Brief sowie Ihre geschätzte Antwort darauf im Internet zu veröffentlichen. Ich nehme an, dass Sie nichts dagegen einzuwenden haben.

 

Mit freundliche Grüßen
Dr. Wassil Nowicky

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