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Brief an Bundeskanzler

Herrn Bundeskanzler
Dr. Werner Faymann
Bundeskanzleramt
Bauhausplatz 2
1010 Wien

Wien am 8. März 2010

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

Wie das Magazin „profil“ Nr. 6, 41. Jg. vom 8. Februar 2010 letztlich berichtet hat, sind die Ergebnisse der Chemotherapie in der Krebsbehandlung unbefriedigend. (Beilage 1)

Mein Antrag vom Juli 1981 ist bis heute von den dafür zuständigen Beamten rechtswidrig infolge Verletzung von Verfahrensvorschriften (Beilage 2) nicht bearbeitet, trotz der Tatsache dass die Republik Österreich vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt wurde (Beilage 3).

Ich habe meine ganze Zeit der Entwicklung meines Präparates und der Forschung damit gewidmet, ohne die kleinste Unterstützung vom Staat bekommen zu haben. Ergebnisse dieser Arbeit finden Sie hier (Beilage 4). Leider ist mein Produkt immer noch nicht jedem Patienten zugänglich, da ihm die Zulassung nach wie vor nicht erteilt wurde. Die Sache sollte nicht nur aus juristischer Sicht betrachtet werden (Unterlassung der Hilfeleistung gemäß §95 Strafgesetzbuch), sondern vor allem der moralische Aspekt muss in den Vordergrund gerückt werden. Dadurch weigern sich die Krankenkassen mit allen Mitteln, die Therapiekosten zu übernehmen, auch bei unglaublichen Therapieerfolgen, wie an dem der breiten Öffentlichkeit bekannten Beispiel von Frau Hedwig Jakob (Beilage 5) am besten zu erkennen ist. Dadurch wird nicht so sehr mir als Erfinder des Präparates, sondern vielmehr den krebskranken Patienten geschadet.

Für mich ist unverständlich welche Prioritäten hier im Spiel sind und was hier wichtiger sein könnte, als dem Gesetz nachzugehen und den Antrag objektiv zu bewerten. Ich habe keine vernünftige Erklärung für diese Missachtung des Gesetzes und bitte Sie um diese. Statt Hilfe bekomme ich nur Verhinderungen, wie es im Buch „Krebsmittel Ukrain – Kriminalgeschichte einer Verhinderung“ von Dr. Eleonore Thun-Hohenstein, Molden Verlag (Beilage 6) nachzulesen ist.

Ich habe mein Präparat nicht zum Wohle einiger Menschen entwickelt, sondern damit alle in Not geratenen Patienten davon profitieren könnten. Ich musste Zeit und Geld nicht nur für Forschung aufwenden, sondern einen großen Teil auch um die zahlreichen Verhinderungen zu bewältigen, von denen ein Teil im oben erwähnten Buch beschrieben sind.

Da es sich um eine Angelegenheit im öffentlichen Interesse handelt, werde ich mir erlauben, dieses Schreiben sowie Ihre geschätzte Antwort im Internet zu veröffentlichen.

Hochachtungsvoll
Dr. Wassil Nowicky

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